Voraussetzungen für eine erfolgreiche Tankbeschichtung: die Vorbehandlung
Der Tank muss vor den Beschichtungsarbeiten unbedingt gründlich gereinigt werden, denn nur so kann die nachfolgende Beschichtung auch dauerhaft halten.
Dies geschieht durch Sandstrahlen. Die Tankfläche wird nicht nur vollständig sauber, sondern auch aufgeraut, um die Kontaktfläche zur Beschichtung zu vergrößern. Dadurch haftet die Beschichtung sicher und dauerhaft. Auch können so die Korrosionsstellen im Tank eindeutig erkannt und anschließend weiter behandelt werden.
Im nächsten Schritt wird der Tankbehälter staubfrei gereinigt, da sich Staubteilchen negativ auf die Haftung der Tankbeschichtung auswirken würden.
Erst wenn diese Vorarbeiten erledigt sind, geht es an die eigentliche Beschichtung. Sie erfolgt in Form einer 2-Komponenten Kunststoffbeschichtung. Nachdem sie getrocknet ist, (Dauer: mindestens 12 Stunden) wird das Restöl in den Tank zurückgepumpt und die Anlage kann wieder in Betrieb genommen werden.
Der Ablauf der Tankbeschichtung zusammengefasst:
- Reinigung des Tanks inklusive Sandstrahlen
- Entfernung der Überreste des Sandstrahlens – staubfreie Reinigung
- Tankinnenbeschichtung mit 2-Komponenten-Kunststoffbeschichtung
Können alle Tanks beschichtet werden?
Die Tankbeschichtung ist grundsätzlich für alle Tankarten aus Stahl, anderen Metallen, Beton und GFK möglich. Die Beschichtung ist gegen chemischen Belastungen, die im Tank auftreten, resistent.
Einziger Hinderungsgrund der Beschichtung kann das Ausmaß der Korrosionsschäden sein. Ist die Korrosion bis maximal 50 Prozent der Tankblechstärke fortgeschritten, kann ein Fachbetrieb für Tankschutzmaßnahmen selbst entscheiden, ob die Tankbeschichtung als Tanksanierungsmaßnahme durchgeführt wird. Überschreitet die Korrosion jedoch 50 Prozent der Tankblechstärke, muss ein Sachverständiger den Tank überprüfen bzw. die Beschichtung freigeben.
Gesetzliche Vorschriften zur Tankbeschichtung
Sicherheit ist bei Heizöltankanlagen oberstes Gebot – um zu verhindern, dass Heizöl ins Grundwasser gelangt. Der Gesetzgeber macht daher einige klare Vorgaben zum Thema Sicherheit von Heizölanlagen. So müssen sich Besitzer oder Betreiber darum kümmern, dass die Anlage regelmäßig überprüft und inspiziert wird. Darüber hinaus gibt es jedoch keine Verpflichtungen, also auch keine gesetzliche Verpflichtung, eine Tankbeschichtung durchführen zu lassen.
Aber: Je besser Ihr Tank gepflegt wird, desto höher ist seine Lebensdauer. Das bedeutet wiederum, dass Sie seltener die Anlage erneuern müssen und dass die Gefahr von Ausfällen verringert wird. Die Tankbeschichtung ist folglich ein wichtiger Aspekt des Werterhalts der Anlage.
Davon abgesehen müssen Sie aktiv werden, wenn bei der Überprüfung des Tanks festgestellt wird, dass die Korrosionsschäden weit fortgeschritten sind. Dann sind bspw. Sanierungen wie die Tankbeschichtung erforderlich, um weiterhin die gesetzlich vorgeschriebene Tanksicherheit zu gewährleisten.
Tankbeschichtung immer vom Fachmann ausführen lassen!
Erfahrung, sorgfältige Ausführung und die richtigen Beschichtungsstoffe – damit die Tankbeschichtung diese Anforderungen erfüllt, sollten Sie stets einen zertifizierten Fachbetrieb damit beauftragen. So gehen Sie sicher, dass der Tank eine langlebige Beschichtung erhält, die das Auslaufen umweltgefährdender Stoffe zuverlässig verhindert.
Mit der Bräuer Oberflächentechnik GmbH entscheiden Sie sich für einen Fachbetrieb nach § 19 l WHG und damit für eine fachgerechte Ausführung der Tankbeschichtung sowie aller weiteren Leistungen rund um das Thema Tanktechnik.
Häufige Fragen zur Tankbeschichtung
Eine gesetzliche Pflicht zur Beschichtung gibt es nicht. Allerdings verpflichten das Wasserhaushaltsgesetz (WHG) und die Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) jeden Betreiber dazu, den Tank in einem ordnungsgemäßen, dichten Zustand zu halten. Eine Beschichtung ist oft die einzige wirtschaftliche Methode, um diese gesetzliche Instandhaltungspflicht bei älteren Stahltanks zu erfüllen und Leckagen vorzubeugen.
In der Regel müssen Sie mit einem bis zwei Arbeitstagen rechnen. Der erste Tag entfällt auf die Reinigung, das Sandstrahlen und die Grundierung. Da die 2-Komponenten-Beschichtung eine gewisse Aushärtungszeit benötigt, erfolgt die abschließende Kontrolle oder die Wiederinbetriebnahme meist am Folgetag.
Ja, für die Arbeiten muss der Tank leer und gasfrei sein. Fachbetriebe pumpen das restliche Öl ab, lagern es während der Arbeiten in einem Zwischentank und füllen es nach Abschluss der Beschichtung (und kurzer Trocknungszeit) gefiltert wieder zurück.
Eine Beschichtung ist deutlich günstiger. Während ein neuer Tank inklusive Ausbau des alten Tanks, Entsorgung und Neuinstallation oft hohe vierstellige oder gar fünfstellige Beträge kostet, liegen die Kosten für eine professionelle Beschichtung meist bei etwa 20 % bis 30 % der Kosten einer Neuanlage. Es ist die effizienteste Methode der Werterhaltung.
Bei fachgerechter Ausführung (gründliches Sandstrahlen ist hier entscheidend!) hält eine hochwertige 2-Komponenten-Beschichtung problemlos 20 bis 25 Jahre. Sie stoppt die Korrosion dauerhaft, da der Stahl nicht mehr in Kontakt mit Wasser oder Sauerstoff kommt.
Das sehen Sie meist erst bei einer Tankreinigung:
- – Sumpfbildung: Ablagerungen am Tankboden, die Korrosion fördern.
- – Lochfraß: Kleine schwarze Punkte oder Vertiefungen im Stahl (Korrosionsherde).
- – Rostbildung: Sichtbare Rostansätze an den Innenwänden. Ein Sachverständiger oder Fachbetrieb kann bei einer Inspektion mittels Ultraschallmessung zudem die verbliebene Wandstärke prüfen.
Ja, kleinere Beschädigungen oder Fehlstellen können oft punktuell nachgebessert werden. Dazu wird die schadhafte Stelle erneut angeschliffen, gereinigt und mit dem Beschichtungsmaterial versiegelt. Ist die Beschichtung jedoch großflächig spröde oder unterwandert, empfiehlt es sich, die alte Schicht komplett zu entfernen und den Tank einmalig neu zu beschichten.

